Orte der Reformation

rund um das Rodachtal

Herzlich willkommen im Rodachtal!

In der Mitte Deutschlands und Europas!

Das Flüsschen Rodach ist ein Grenzgänger. Von der Quelle im südthüringischen Landkreis Hildburghausen durchfließt es bis zur Mündung in die bayerisch-fränkische Itz vier Mal die ehemalige innerdeutsche Grenze.

Auch Martin Luther war ein Grenzgänger. Mutig übertrat er althergebrachte Regeln und fegte mit seinen Ideen religiöse, politische und gesellschaftliche Konventionen hinweg. Die Reformation hat die Region rund um das Rodachtal früh geprägt. Es lohnt sich, in der sanften Hügellandschaft des Heldburger und Coburger Landes den großen und kleinen Spuren dieses Weltereignisses nachzugehen. Ob zu Fuß wie zu Luthers Zeiten, aktiv mit dem Fahrrad oder mit dem Auto!

Das Rodachtal ist eine ausgewiesene Gesundheits- und Aktivregion, die mit zwei Thermen auf nur 11 km und einem gut ausgeschilderten Wander- und Radwegenetz Punkten kann. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.initiative-rodachtal.de.

Luther und die Reformation im Rodachtal

Die Landkreise Coburg (Bayern), Hildburghausen und Sonneberg (Thüringen) gehörten als „Pflege Coburg“ zum Herrschaftsbereich der Wettiner. Vom 14. bis ins 20. Jahrhundert hinein lenkte das einst mächtige sächsische Herrschergeschlecht die Geschicke der Region.
Unter der Herrschaft Kurfürst Friedrichs des Weisen und seines Bruders, Johann des Beständigen, fielen die Ideen Martin Luthers und der Wittenberger Reformatoren auch im Rodachtal früh auf fruchtbaren Boden.

1517 wurden Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablass veröffentlicht. Am 12. Oktober 1524 führte der Coburger Stadtrat eine evangelische Gottesdienstordnung ein.

Zwei Ereignisse stehen exemplarisch für das Weltereignis Reformation in der Region: 1529 trafen sich im Chorraum der Johanniskirche zu Rodach Diplomaten und Räte des sächsischen Kurfürsten, des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, des Landgrafen von Hessen und Vertreter der Reichsstädte Straßburg, Nürnberg und Ulm.
Ein Bündnisvertrag, der als „Rodacher Abschied“ in die Geschichte eingehen sollte, wurde zur Grundlage des „Schmalkaldischen Bundes“, des wichtigsten Verteidigungsbündnisses der Protestanten gegen den Kaiser.

Und schließlich lebte und arbeitete Martin Luther im Jahr 1530 für fünfeinhalb Monate auf der Veste Coburg. Sie bot dem Reformator während des Augsburger Reichstages Schutz.
Die Veste zählt mit ihren zahlreichen Kunstschätzen aus der Reformationszeit zu den bedeutenden Luther-Gedenkstätten in Deutschland.

Sie steht zeichenhaft für eine wehrhafte Burganlage in Zeiten konfessioneller Auseinandersetzungen.

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